Meine Meinung zu Solidarität, Covid und Klima

Was zurzeit im Kontext mit Covid geschieht ist schrecklich, keine Frage. Daher ist es meiner Meinung nach großartig, dass die Gesellschaft teilweise wieder zusammenrückt. Gerade das künstlerische Gewerbe liegt mir sehr am Herzen und damit eng verbunden ja auch immer das gastronomische Gewerbe. Ich finde es großartig, dass Menschen nun Aufzeigen, dass es diesen Gewerben schlecht geht und wir alle solidarisch helfen müssen. Aber, …

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folgendes muss ich spontan mal los werden. Auf der einen Seite wachen plötzlich Menschen aus dem Tiefschlaf auf, denen es an die eigene Geldbörse geht, verständlich. Künstler haben Existenzängste, hätte ich auch. Man sucht kreativ nach Lösungen aus dem Schlamassel und argumentiert sogar auf Kosten der eigenen Gesundheit. Habe ich doch einen Aufruf der Münchener Innenstadtwirte bei Facebook gesehen mit der Aussage, „Eines ist sicher: Das Restaurant! Bis zu 2/3 der Ansteckungen passieren im privaten Haushalt!* (*Quelle: RKI, Science, welt.de vom 23.10.2020)“.

Eines ist sicher: Das Restaurant!*

Wenn 1/3 einer Familie in der Mittagspause mit den Kollegen ins Restaurant geht und dort ggf. noch Kollegen oder Freunde trifft. Sich dort im Gegensatz zum Supermarkt bspw. ohne Mund-Nasen-Schutz amüsiert, denn es ist zum jetzigen Zeitpunkt rechtens das zu tun, und sich dort mit Covid infiziert, dann ist es doch die logische Schlussfolgerung, dass diese Person, neben den am Tisch befindlichen Personen aus der Mittagspause, die anderen 2/3 der Familie beim Abendbrot, mit großer Wahrscheinlichkeit ansteckt. Schade und unter Umständen nicht schön gar tödlich, aber logisch würde ich sagen. Liebe Münchener Innenstadtwirte, nach der Logik wird es bald kaum noch Gäste geben. Und dann?

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Positiv will ich hier erwähnen, es bilden sich Solidargemeinschaften, die für eine Sache zusammen kämpfen. In diesem Fall für Künstler und Gastronomen, in anderen Fällen gegen das Tragen des MNS, da er die persönliche Freiheit angeblich einschränkt, was allerdings nicht meine persönliche Meinung widerspiegelt. Ich möchte betonen, letzteres spiegelt nicht meine persönliche Meinung wider. Es bilden sich Solidargemeinschaften, die zusammen für eine Sache aktiv werden. Ein sehr guter Anfang.

Ich fände es in diesem Zusammenhang wirklich prima, wenn wir das als eine positive Sache aus der Covid Krise beibehalten könnten. Nur die Ziele sollten angepasst werden. Lasst uns zusammen stark machen für etwas. Lasst uns zukünftig die Förster, Baumschulen, Gartenlandschaftsbauer, Floristen und Bauern unterstützen. Denn bald wird es eine Krise geben, wo Covid im direkten Vergleich nur als Kindergarten erscheint. #Klimakrise.

Meiner Meinung nach im Vergleich zu Covid nur Kindergarten

Der Klimawandel wird Berufe zerstören und vernichten. Ich erhoffe mir, dass wir auch dann solidarisch zusammenstehen, uns gegenseitig bemitleiden, uns gegenseitig beschimpfen und Vorwürfe machen.

Zusammenstehen für den Bauern, der keine Ernte mehr erbringen kann, denn es wächst nichts mehr. Zusammenstehen für den Förster, denn nirgendwo ist mehr Wald zu finden. Zusammenstehen für die Kachelmänner, denn das Wetter wird überspitzt gesagt kaum noch prognostizierbar sein. Zusammenstehen für die Gastronomie, denn Bier wird es ohne Malz und Hopfen kaum noch geben. Wir können uns dann bemitleiden, wie schön es damals war, als wir die Covidkrise hatten und der Planet das letzte Mal durchatmen konnte. Wir uns heimlich im Pavillon getroffen haben, um zusammen ein Bier zu trinken.

Wir werden uns wahrscheinlich auch gegenseitig beschimpfen, weil es auf der einen Seite diejenigen geben wird, die den Klimawandel angekündigt haben, so wie Karl Lauterbach den Lockdown heute ankündigt. Und auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die behaupten werden, dass der Klimawandel schon immer existierte und völlig normal sei. Normales Leben mit gegenseitigen Vorwürfen verschiedener Lager.

Ich hoffe, dass wir heute alle Covid soweit ernst nehmen, dass der kategorische Imperativ erfüllt ist. Meine Freiheit hört da auf wo ich einer anderen Freiheit zu nahe komme. Ich werde Maske tragen, auch wenn es nicht schön ist. Ich werde auf das Bier verzichten und mir Urlaub verkneifen. Ich werde mich ändern. Bald wird es einen Impfstoff geben. Ich habe dann die Wahl mich impfen zu lassen und werde dazu nicht gezwungen. Aber spätestens dann können wir uns alle wieder in den Arm nehmen, wenn wir wollen. Es heißt >jetzt< solidarisch durchhalten, alle gemeinsam.

Der nächste Gegner ist vielleicht der Endgegner

Ich erhoffe mir, dass wir alle zusammen daraus lernen und einen Denkzettel erhalten. Wir müssen uns schnell für den nächsten Gegner solidarisch zeigen. Vielleicht ist es unser Endgegner. Vielleicht nur eine Einsicht, die alles verändern wird. Nichts wird mehr so sein, wie es war, wenn wir die Klimakrise zusammen angenommen haben. Wir können das Klima nicht besiegen. Wir, die Menschen, können als kleiner wenn auch zerstörerischer Teil des Klimas aber besser miteinander umgehen. Und dann können Menschen ggf. fortbestehen im Einklang. Klingt esoterisch, ist es aber nicht.

Also bitte erinnert euch nach Covid an alle Menschen im grünen Gewerbe. Erinnert euch daran, dass all diese Berufsgruppen vielleicht bald kaum noch Überlebenschancen haben, wenn wir uns nicht ändern. Wir müssen dann vielleicht keinen Mund Nasen Schutz mehr tragen aber vielleicht das Auto stehen lassen und auf Plastik verzichten. Wir werden auf Reisen verzichten müssen und lernen, unseren Wohnort zu schätzen und die Natur zu pflegen. Fleisch werden wir alle nicht mehr essen und Wasser ist ein kostbares Gut. Es wird weiterhin gegensätzliche Meinungen geben, die sich miteinander verständigen müssen.

Der nächste Virus ist bereits aktiv

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Es grassiert der nächste Virus, der noch schlimmer als Covid ist, nennen wir ihn „Mensch“. Dieser Virus hat ein Universum befallen. Zurzeit ist nur ein Planet ernsthaft infiziert, die Erde. Ob man sie retten kann ist fraglich. Es kommt ein bisschen auf ihr Immunsystem an. Und natürlich auf den Virus selbst, ob er mutiert. Wenn er so aggressiv bleibt, ist die Erde und ggf. auch weitere Planeten hoffnungslos verloren. Möglicherweise werden Erde und Virus aber in einen Raum der Symbiose übergehen und in Einklang die Zeit verbringen. Dieser Virus ist zerstörerisch, aber er kann geändert werden. Das ist aber wirklich die letzte Hoffnung.

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1 Kommentar

  • […] dass der Prozentsatz derer, die Verhalten B zu Tage legen, steigt. Das wäre für das Ziel des Klimaschutzes ein denkbar schlechtes Ergebnis, dem es entgegen zu wirken gilt. Noch fataler wäre es, wenn durch […]

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